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Eingang der neuen Lehre suchte er zu Lippstadt, Soest und vielen «»deren märkischen und belgischen Orten zu hemmen und im Jahre 1532 nun dem Tomkapitel zu Paderborn zum Administrator dieses Stiftes erwählt, rottete er die dortigen reformatorischen Bestrebun­gen mit dem Schwerte aus.' Doch nicht mit blindem Eifer hatte Hermann die Reformation verfolgt: er hatte vielfach beobachtet und gesehen, wie berechtigt der Wunsch nach einer Klrchenver- besserung sei. Aber auf friedlichem Wege suchte er sie herbei zu führen. Zuerst war sein ganzes Streben auf ein allgemeines Concilium gerichtet und als diefes, zu seinem schmerzlichsten Be­dauern, nicht zu Stande kam, berief er 1536 ein Provinzial- Coneilium, woran sich die seiner Diöcese ungehörigen Bischöfe von Lüttich, Utrecht, Minden, Münster und Osnabrück und viele an­dere Prälaten betheiligten,auf welchem zur Verbesserung der Sitten, der Geglichen Amt, Bildung und Leben, zur erbaulichen Ausspendung der heiligen Sacramente :c. viele und schöne Ver- ordungen gegeben wurde», welche von Rom bestätigt worden sind." *)

Einer der bedeutendsten Männer der kölnischen Kirche, Dr. G. Gropper, später Cardinal, war bei diesen Beschlüssen besonders thätig gewesen.

Uebrigens genügten diese Beschlüsse doch nach keiner Seite: den strengen Katholiken gingen sie zu weit, den der Reformation Geneigten waren die Fortschritte zu schwach. Auch der Erzbischof Hermann, einmal auf reformatorischem Wege, war damit nicht befriedigt und setzte sich mit den evangelischeu Theologen Bucer aus Straßburg, der ihm besonders seiner Friedeusliebe wegen angenehm war, mit E. Hedio aus Basel und zuletzt mit Me- lanchthon selbst in die genaueste Verbindung. Anfänglich fanden die Unterredungen im Geheimen statt, namentlich aus seinem Schlosse zu Buschhouen, wo Hermann im Kottenforst oft eifrig der Jagd oblag. Nachdem er aber am 1. Sept. 1542 die Stände zusammen berufen und mit' ihnen über eine Kirchen- uerbesscrung berathen hatte, uud diese eine solche fürothweudig Und wünschenswerth erklärten, hielt Bucer am 17. December 1542 zu Bonn seine erste Predigt. Der Widerstand eines Theiles des

*) Eigene Worte latholifcher Schriftsteller.