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am 25. Februar 1547 seiner Würde und zog sich auf die Burg Oberaltwied zurück, wo er am 15. August 1552 starb.
Der Kurfürst Hermann besaß große Geistesgaben und hatte ei» edles Herz. Seineu Wandel und seine Regierung liehen keinen Tadel zu, so daß er sich die Liebe sei ics Volkes und die Achtung der deutschen Fürsten erwarb nnd selbst Kaiser Karl ihn bis zu den letzten Momenten sehr schonend behandelte. Daß er aber als katholischer Kirchenfürst das Unmögliche wollte und dem Papste den Gehorsam versagte, während der größte Theil der Elerisei seinen reformatorischen Bestrebungen widerstand, das mußte ihn zuletzt iu einen verderblichen Krieg stürze» oder ihn zur Entsagung zwingen: in weiser Anerkennung der Verhältnisse wählte er das Letztere.
Mit ihm trat auch sei» jüngerer Bruder Graf Friedrich aus ,'eiüen kirchlichen Verhältnisse». Derselbe war früher Pastor »u Feldküchen gewesen; später wurde er Propst in Bonn und Atastricht und im Jahre 152,3 erhielt er den Bischofshut von Münster. Erlrat aber 15 ü freiwillig zurück, weil e> dem Gewissen seiner Untenhane» fei,e» Zwang anflege» wollte.
Der Erzlvfchof Herni in» hatte sich aber nicht allein für religiöse Verhältnisse beniüht. Durch das erste officielle landesherrliche kurköl»ische Nechtslmch von l,538 hat er sich auch um das Recht Uud die Verfassung des Erzstifts Köln große Verdienste e' worden. *)
In der Pfarrkirche zn Ried er bieder ist seine sterbliche Hülle beigebt.
Friedrich IV., ErMchof von Köln, 1562-1567. Hermanns Neffe, der jüngere Graf Friedrich zu Wied, Techant und Propst zu Köln u>0 Mastricht, wurde im Jahre I5U2 ebenfalls znm Erzbischof von Köln erwählt. Er hat den Nuhm eines gelehrten nnd gebildeten Mannes und eines trefflichen Fürsten sich erworben. Kaiser Ferdinand I. sagte von ihm: „Ein frommer Fürst ist das, dem ich vo» Herzen geneigt bin." In Nom aber mißtraute man seinen Grundsätzen und verfügte ihm die Bestätigung, bis er erst eidlich ein Glaubensbetenntnih abgelegt. Obgleich Fredrich sich ganz entschieden gegen die neue Lehre aussprach;
*) Ter lheiiiiiche Aittiquanus weiß ihn nur zu schmähen!
