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Karl bis 1805, Johann NugustKarl bis 1836, Hermann bis 1865 und seit dem 31. März 1869 der Fürst Wilhelm.

Auf Hermann II., gest. 1631, folgten dessen Söhne, Moritz Christian (starb 1653) und Johann Ernst, (starb 1664) und dessen Sohn Ludwig Friedrich, der, kinderlos, durch den Ver­trag von 1691 dem Grasen Friedrich die obere Grasschaft abtrat und zwar zu Guusten der Kinder von Friednch's ältestem Sohne Georg Hermann Reinhard (gest. 1690).

Es regierten nun in der oberen Grafschaft zuerst von 1700 bis 1706 Friedrichs Enkel Maximilian Heinrich, dann Jo­hann LudwigAdolph bis 1762, Christian Ludwig, wel­cher auch die Reichsfürstenwürde erhalten hatte, bis 179l, Karl Ludwig bis 1824 undFriedrich Ludwig, der 1824 wenige Wochen nach seinem Bruder starb. Beide Theile des wiedische» Landes wurden nun unter dem Fürsten I o h a n n August Karl wieder vei einigt.

Beschäftigen wir uns etwas näher mit den wichtigsten dieser Helren.

Friedrich. Gras zu Wieb. 1618-16)8.

Er war am 16. November 1618 auf der Seeburg, seinem späteren Lieblingsaufenthalte, geboren, und wurde au dem Hofe des Grafen von Nassau-Dillenburg erzogen. Durch den Tod seiner Vettern Johann Wilhelm und Philipp Ludwig war er, sert 1631 Besitzer der oberen Grafschaft unter Vormundschaft, auch 1638 in de» Besitz der niedere» Grafschaft gekommen. Er wurde aber dadurch mit der Gräsin Johanna Walpurgis, der Schwester der beiden genannten verstorbenen Grafen, der Tochter seines Oheims Johann Wilhelm, in einen langjährigen Streit ver­wickelt, da sie alle von ihrem Bruder hinterlasfenen eigenthümlichen Allodialgüter und Erblehen in Anspruch nahm und auch durch eine kaiserliche Commission in dem ergriffenen Besitze der ersteren be­schützt wurde. Sie wurde bis zu ihrem 1672 erfolgten Tode die wiedische Erbtochter genannt; da sie aber unoermählt ge­blieben war, eudigte somit auch ihre Besitzuahme. Auch mit dem Grafen Ludwig Heinrich von Katzenelnbogen, dem Vater der hin­terlasfenen Wittwe Philipp Ludwig, Anno. Amalia, gerieth er in