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ältester Sohn, Georg Hermann Reinhard (geb. 9. Juli 1640 zn Vraunsberg, gest. 7. Juli 1690 zu Altwied), veranlaßt, bei dem Ncichshofrathe eine Sequestration zu bewirken, damit ihm die Nachfolge gesichert nnd die Veräußerung verhütet würde, so wie auch die Gläubiger befriedigt werden könnten. Diese Sequestra- tiouscommlssion dauerte vom 16. Nov. !687 bis 1699. Der Sohn erlebte aber den Tod des Vaters nicht.

Fortwährend ließ der Gras Friedrich sich das Wohl seines Landes ernstlich angelegen sein; er beförderte gemeinnützige An­stalten, eröffnete den Bergbau, legte Hüttenwerke an und sorgte angelegentlichst für die Vergrößerung Neuwied's. Leider litt die junge Stadt 1694 durch Brandstiftung französischer Streifhaufen; selbst das gräfliche Schloß wurde iu Asche gelegt und der Graf eutging der Lebensgefahr nur durch Mennige Flucht.

Inzwischen hatte er von feinein fchwachen 'Neffen, Friedrich Ludwig, Grafen von Wied-Nunkcl, der 1709 kinderlos starb, i.I. ^691 durch einen Vergleich anch die obere Grafschaft erworben, die er jedoch 1692 seinein Enkel Maximilian Heinrich unter Vor» mundschaft übertrug. Im I, 1694 stellte er seinen zehnjährigen Sohn Friedrich Wilhelm, ans dritter Ehe, nnter die Vormundschaft °es Grafen August vou der Lippe uud eruaunte ihn zu seiuem Nachfolger. Am 3. Mai 1698 verschied der Graf zu Brauusberg uud seine Leiche wnrde in der rcformirten Kirche zu Neuwied beigesetzt.

Friedrich liebte die Veränderung seines Wohnortes: er hat abwechselnd in Neuwied, auf der Seeburg, im Friedrichsthal, auf dem Friedrichstcin und auf Vrannsberg residirt.

Viermal war er vermählt, mit der Gräfin Maria Juliane "°u Leiningcn, der Gräfin Philippine Sabine vou Hohenlohe, der ^'äfin Marie Sabine von Hohcnfolnis und der Gräsin Concordia Luise von Aentheim-Teckleubnrg. Die letzte Verbindung feierte er '" seiuem acht und sechzigsten Lebensjahre. Mit der ersteu Gemahlin "zeugte er siebeu Söhue, wouon drei sich in den Türkenkriegen «uszeichueteu, und acht Töchter; von der dritten Gemahlin erhielt " 1684 den besonders geliebten Sohn und Nachfolger Friedrich Alheim.

Der Graf Friedrich hat eine harte, sehr harte Zeit durchlebt,' "ber er hat Großes für seine Zeit und seine Verhältnisse geleistet,

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