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stellerischeu Arbeit niedergelegt, aber durch viele mündliche und briefliche Aeußerungen, so wie durch seine Handlungen kund gethan. ^eiu edler Sinn hoffte, daß die Fürsten Deutschlands in der richtigen Würdigung ihrer Stellung, sich freiwillig dazu ent» schließen würden, ihrer Eouoeräuität zum Wohle des Ganzen zu entsagen, und wenn er auch nicht sanguinisch eine augenblickliche Verwirklichung seiner Hoffnung erwartete, so glaubte er doch, daß °ie Umstände gebieterisch nachhelfen würden. Er ging, treu den Ahnten seiner Vorfahren, mit gutem Beispiele voran, legte 1848 seine Regierung uieder und bemühte sich, seine» Standesgenossen bnrzuthun, wie nach dem Aufgeben der Souveränität die Stellung der deutschen FUrsteu befriedigender fei, als bei der in vieler Weise so »üchtheiligen Kleinstaaterei, Aus vollster Ueberzeugung hielt der Fürst zu Preußen, dessen Beruf für die Neugestaltung Deutich­lands ihm unzweifelhaft war, und mit wirklich tiefem Schmerze bedauerte er eine Politik, welche eine Zeitlang Preußen zu solchen Demüthigungen, Oesterreich gegenüber, führte.

Das tiefe und reine Gemüth des Fürsten tritt am schönsten in seinen Briefen hervor, von welchen er einen großen Theil auf feiner Reise nach Amerika geschrieben. Hier lernen wir den seinen Beobachter kennen, welchem keine Eigentümlichkeit Nmcrika's entgeht. Er ist in das dortige Leben eingedrungen, wie Wenige, Weiß die mächtigen und überwältigenden Eindrücke des amerikani­schen Treibens ruhig, zu verarbeiten, genießt die Großartigkeit der tropischen Natur in der Haucumah und bewahrt sich die Hiebe zu seinem deutschen Vaterlande und zu seinem schönen Wohnorte am Nhein. Mit größter Innigkeit dringt durch den Reisebericht die Liebe zu den Seinigen hindurch, mit denen er in sich fortlebt. Er Nimmt fortwährend lebendigen Anthcil an Allem, was seine Ge­mahlin nnd Kinder betrifft. Mit unaussprechlicher Innigkeit ge­denkt er seines leidenden Kindes, des so früh dahingegangenen Prinzen Otto. Den Eindruck wird man daraus gewinnen, daß der Schreiber derselben, eine einzige, edle Natur, ein wahrhaft poetischer, reichbegabter Mensch war, - der Stempel ächter Huma­nität ist jcder Sylbe ausgedrückt.^)

*) Eine» großen Theil dieser Wttheilnngen habe ich der Güle des Herrn Prediger C, Härder in (5lbiua zu verdanken, welcher lange Jahre hindurch 'n Neuwied lebte und das vollste Vertraue» des Fürsten genoh.

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