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Er wandelt nun in dem Lichte, das er fortwährend geahnet und uns bleibt daraus die Ueberzeugung, daß ein solcher Geist nicht der Vernichtung zum Raube geworden.
So sind wir bis in die neuesten Zeiten gekommen. Mit kräftiger Hand führte die uerwittwete Fürstin die Vormundschaft, fast ganz auf ihrem Lieblingssitz Monrepos verweilend. Der junge Fürst trat in die königliche Garde ein und kämpfte 1866 auf den böhmifchen Schlachtfeldern mit für die Neugestaltung Deutschlands. Die Prinzefsin Elisabeth, mit hoher Anmuth geschmückt, verweilte bei der fürstlichen Mutter, oder wohl auch bei der Taute, der Großfürstin Helene von Rußland.
So kam das für das fürstliche Haus so denkwürdige Jahr 1869 heran.
Am 30. März 1869 erfolgte, mit großen, am fürstlichen Hofe durch die vielen Trauertage nicht gewohnten, Festlichkeiten, die Erklärung der Volljährigkeit des Fürsten Wilhelm. Der jung« Fürst bethätigte auch sogleich seine treue Anhänglichkeit an die Vaterstadt durch eine freiwillige jährliche Gabe von 600 Thalern zu deren Bedürfnissen. Die Prinzessin Elisabeth feierte am 15. November 1869 zn Neuwied, unter lebhafter Vetheiligung der Stadt an den Festlichkeiten, ihre Vermählung mit dem Fürsten von Rumänien, dem Prinzen Karl von Hohen zollern. Möge der jungen Fürstin auf ihren Wegen, wenn auch ferne der Hei< mach, des Himmels reicher Segen zu Theil werden!
Zuletzt erhielt der Magistrat von Neuwied aus Haag unterm 8. Dec. 1869 ein Telegramm des Fürsten Wilhel m, worin derselbe seine Verlobung mit der Prinzessin der Niederlande mittheilt, eine so höchst erfreuliche Nachricht, daß sie sogleich durch ei« Beglückwün- schungsschreiben, von drei Mitgliedern des Stadtraths überbracht, erwidert wurde.
Jeder Neuwieder hofft und wünscht von Herzen, daß seinem verehrten Fürstenhaufe, nach den vielen Trauertagen, viele Jahre der Freude nun auch neu erblühen werden!
