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von Isenburg-Braunsberg sich mit dem Kloster Dictkirchen über das der dortigen Kapelle zu St. Nicolaus gehörige Gut entzweite; doch muß der Graf sich im Unrecht gefunden hüben, denn er gab es sehr bald zurück. Diese Güter brachte die Abtei Nomersdorf an sich, 1315, indem sie Dietkirchen Besitzungen in Oberwinter dafür über­gab. Die Kapelle mit Zubehör erwarb endlich Graf Johann zu Wied, am 18. Mai 1575, für Überlassung des Kirchensatzes zu St. Sebastian-Engers und Nomersdorf. Die Kirche hatte zwei gothische Thürme, von welchen der eine bereits gegen Ende des vorigen Jahrhunderts baufällig war und abgebrochen wurde. Seit 1796 ist die Kirche Filiale von Niederbieber.

In dem Dorfe bildet sich der Aubach aus dem Wald- und Feldbach; zu Zeiten theileu sich auch die Bewohner in die Par- thieen der Wald- und Feldbächer, ohne jedoch mit so grimmem Haß sich zu verfolgen, wie einst die Montecchi und Capuleti, Eine Papiermühle, mehrere Mahlmühlen und die bedeutende Fabrik der Herren Ludovici liegen in der Nähe.

Nomendorf.

Auf einer fehr geringen Erhebung über der Sohle des Thales zeigen sich die großartigen Gebäude der ehemaligen Abtei No­mersdorf, Prämonstratenser-Ordens.

Gewöhnlich leitet man den Namen von den Römern her: es ist aber viel wahrscheinlicher, daß er von einem Rittergeschlechte von Nomersdorf herrührt, das vielleicht auch gleichen Ursprungs mit den Dynasten von Isenburg war.

Gerlach, Nichwin und Wilhelm von Nomersdorf, Gebrüder, erscheinen als Vasallen des Pfalzgrafen Heinrich II. von Laach. In dem Stiftungsbriefe der Abtei Springirsbach 1107, wild Gerlach von Nomersdorf unter den Zeugen genannt. Sein Sohn war wahrscheinlich Reginbold, welcher in einer Urkunde von 1114 als Zeuge erscheint.

Dieser scheint der letzte seines Geschlechtes gewesen zu sein. Kinderlos, wird er in der Nahe seiner Burg, die etwas höher lag, als die spätere Abtei, eine klösterliche Einrichtung getroffen haben, wozu er Mönche aus dem Kloster Allerheiligen bei Schaffhausen kommen lieh. Sie trafen bald nach 1114 ein, aber fchon 1125 mußten sie das Haus wieder verlassen, da ihnen, nach Regln-