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Herrn von Stolzenberg, welcher bedeutende landwirthschaftliche Anlagen hier begründete.
Das ganze Gnt, auf 926 Morgen gebracht, haben dessen Erben im März 1845 dem Herzog von Aremberg verkauft, welcher durch einen Verwalter die landwirthschaftlichen Verhältnisse aufrecht erhält.
Ein Theil des Kreuzganges und das Capitelhaus sind eine der größten Sehenswürdigkeiten der Gegend, von vorzüglichem architektonischen Werthe, zu deren Erhaltung die königliche Regierung bei der Veräußerung den jedesmaligen Besitzer verpflichtete.
D«5 Kirchspiel Seimbach-Weiß.
Am Fuße des in einem großen Bogen zurück tretenden Nand- gebirges liegen, fast ganz von Obstbäumen umgebeu, die ansehnlichen Dörfer Heimbach und Weih, in neuerer Zeit ganz miteinander verwachsen und von einer langen Straße durchzogen.
Neinlich und freundlich erscheinen die Dörfer, reichlich mit Wasser versehen. Weiter nördlich, in dem Winkel, den der lange Heddesdorfer Berg bis zum Fuße der Alteck mit dem Gebirgsbogen selbst bildet, liegt das kleinereDorfGladbach, unter Obstbäumen fast ganz versteckt. Die drei Dürfer bilden das Kirchspiel Heimbach oder „das Kirschpel", wie man in Neuwied sagt. Zwischen Heinibach und Gladbach erheben sich die stattlichen Gebäude von N o m e r s d o r f.
Der Weg von Neuwied durch die weite Fläche, eine halbe Meile betragend, ist für den Spaziergänger wohl etwas langweilig zu nennen, sowohl im Sommer, wann er über die hohen Saaten kaum schauen kann, als zu anderen Zeiten des Jahres, wenn das flache Feld sich um ihn ausbreitet.
Dennoch aber dürfte jedem Einheimischen und Fremden der Besuch dieser überaus lieblichen Parthie lebhaft empfohlen werden. Wenn man einst von Heidelberg aus die Bergstraße als eiue der ausgezeichnetsten Parthien einer Nheinreise pries, so können wir diese eine Bergstraße im Kleinen nennen.
Dem Besucher möchten wir folgenden reizenden Weg empfehlen. Durch Heddesdorf über den Heddesdorfer Berg mit steter Aussicht nach rechts und links, bis zum Fuße der Alteck, wo der
