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Speisesaal links vom Eingänge ist von prächtiger Holzarbeit im reinsten gothischen Style ausgeführt. Nach rechts treten wir in die Gallerte, in welcher eine Anzahl ausgezeichneter Gemälde, meist der Neuzeit angehörig, unsere Blicke fesseln. Vorzüglich ist es das große Tableau, Rückkehr von der Falkenjagd, die Bildnisse der fürstlichen Familie, die Fürstin im Vordergrund, ein prachtvolles Meisterwerk Horace Vernets, tausendfach schon vervielfältigt, das wir zunächst bewundern. Trefflich ist auch das Porträt des russischen Feldmarschalls von Saun - Wittgenstein, umgeben von seinem Generalstabe, worunter sich die Generale Diebitsch, Daurm) u. A. hervorheben, von Krieger. Außer diesen seien uur noch unter vielen andern vorzüglichen Bildern, Anna Bolein vor ihrem Gang zum Tode von Wappers, ein Seesturm von Isabey, zwei Mondlandschaften von Gudiu, Thisbe am Brunnen von Steinbrück, Dominikanerkloster von Grauet, der verwnndete Bandit von 3- Robert, so wie mehrerer Portraits von Winterhalter, Adam Decamps, Vegas u. a. Meister erwähnt. Von den trefflichen Sculpturen siud die Barmherzigkeit von Vartolini und die Unschuld von Vienaime, Statueu in weißem Marmor, besonders hervor zN heben. Die Kunstniobilien in vielen Prachtzimmern ziehen unsere ganze Aufmerkfamkeit an; sehr viele Kuustgegeustände der verschie­densten Art befinden sich noch in anderen dem Besuche nicht ge­öffneten Gemächern. Ganz besonders aber zieht uns der, neben den vorhin genannten Sälen liegende Wintergarten an, eine durch zwei Etagen gehende, von oben erhellte, Lavagrotte mit Pracht­exemplaren des Pflanzenreiches, aus denen sich eine I,at3.nia, dor- dumoa., eine ?b.oouix loonsuzi» und eine Ztrelitaia, ^.u^usta auszeichnen.

Das Wasser, welches der Wintergarten, so wie überhaupt das ganze Schloß, auch zu den Springbrunnen bedarf, wird zunächst vermittels einer Dampfmaschine, aus dem Bach in ei», auf der unteren Ruine liegendes Reservoir gepumpt. ,

Wir machen noch einen Besuch in der gothischen Schloßkapelle und ihrer Crypta, worin ein aus Elfenbein prachtvoll geschnitztes Crucifix von Paul de Bologna und ein werthvolles Reliqnariunl mit einem Arm der heil. Elisabeth, Landgräsin von Thüringen, sich besiudet.

Dann erfreuen mir uns noch der kräftigen Pflanzenwelt in