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Körpermaße den Namender Große" erhalten hat. Er war der letzte Graf des ersten Stammes und hat, wie die Sage will, von einem Kreuzzuge aus Palästina zurückgekehrt, seinen einzigen Sohn und Stammhalter so lebhaft geliebkost, daß dessen Schädel in Stücke zersprang.

Dieser Heinrich III. ist einer der merkwürdigsten Fürsten seiner Zeit: Kampfeslust und Frömmigkeit waren auf eine wun­derbare Weise bei ihm vereinigt. Mancherlei Fehden führte er mit seinen Nachbaren und 1225 nahm er, mit mehreren Grafen der Umgegend, das Kreuz. Später hat er mehrere Abteien ge­stiftet und Klöster und Kirchen reich beschenkt und dennoch kam er so stark in den Verdacht der Ketzerei, daß er sich 1233 und 1234 vor einem Gericht, in welchem der berühmte Ketzerrichter Konrad von Marburg den Vorsitz führte, verthcidigen mußte. Er ging jedoch glänzend gerechtfertigt daraus hervor. Seine Gemahlin war die fromme Mechtilde, welche bald als Gräsin von Lands- berg, bald als Gräfin von Wied-Neuerburg erscheint und große Besitzungen, Theile der Grafschaft Wied, als ein ihr gehöriges Erbe, dem Erzstifte Köln testamentarisch zugethcilt hat; sie hat auch mehrere Klöster gestiftet und andere reich begabt, Seit 1246 Wittwe, war sie 1282 noch bei Leben.

Später als die Grafen von Wied treten die Grafen von Sayn in unsere Geschichte. Erst i. I. 1t 12 geschieht eines Gräfe» Heinrich von Sayn Erwähnung, dessen wahrscheinliche Söhne, Eber­hard und Heinrich, 1139 und später vorkommen. Uebcr die Her­kunft dieses merkwürdigen Grafengeschlechtes wird viel gefabelt: es läßt sich aber durch mehrere Verhältnisse, besonders dnrch ihre großen Besitzungen im Nuelgau schließen, daß sie von dorther stammen uud vielleicht durch eine Verbindung nnt dem iseuburgi- fchen Hause, das ja in der ganzen Umgegend seine Herrschaft ausbreitete, in diejez Thal gekommen sind, Fast gleichzeitig mit ihrem bestimmte» Auftreten fmid die Zerstörung der Bnrg Sayn statt.

Etwa taufend Schritte über der noch inNuinen vorhandenen Nurg, da, wo die Höhe sich zu der Vrachv)sa senkt, stand die ursprüngliche, die heute sogenannte alte Bnrg, von welcher Reifenberg vor zwei Jahrhunderten, neben ihren dein Felsen ein' gehauenen Gräben, auch noch die Trümmer von Thürmen und

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