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abredung erhielt aber noch eine größere Sicherheit, als der Sohn des Grafen Ludwig, Wilhelm, sich 1591 mit Heinrichs Nichte, der Tochter des verstorbenen Grafen Hermann vermählte. Nichtsdestoweniger verkaufte Graf Heinrich Nheinbrohl, die Hoheitsrechte in Heimbach, die Herrfchaft Freusburg au Kurtrier.
Die Erbfolge des Grafen Wilhelm von Wittgenstein wollten weder Kurpfalz noch Kurtrier anerkennen und letzteres nahm fogar sogleich nach dem Tode Heinrichs IV. Besitz von der Burg Sanu. Doch kam Wilhelm endlich in den festen Besitz der sehr geschmälerten Grafschaft und als 1636 sein E,ikel Ludwig starb, traten auch dessen Schwestern, Eruestine und Iohannette, von vielen Seiten angefochten, in Besitz. Sie theilten 1652 ihre Erbschaft; Ernestine erhielt Hachenburg, Iohannette aber Altenkirchen, Sann selbst war bei der Erbtheilung an Knrtrier verloren gegangen. Die Burg war zwar 1632 von den Schweden uud 1661 von Knrvfalz, das auch Ansprüche auf die Saynifche Erbschaft machte, befetzt worden; jene mußten aber fchon 1635 wieder abziehen uud dieses wurde beschwichtigt, ohne auf feiner Besitznahme zu beharren.
Der Neifenbergische Antheil an der Vurg San,, kam durch Heirath an deu Grafen Joseph Noos. Dieser vergrößerte das Gut bedeutend, erkaufte auch den Steinischen Antheil und erbaute ein neues Wohngebäude an dem Fuße des Berges. Und dieses Gebäude ist es, welches 184? durch de» Ankauf des russischen Feldmarschalls, Grafeu Peter von Wittgenstein, wieder in den Besitz des alten Grafengeschlechtes gekommen ist.
Das Dorf Sayn zieht sich eine Strecke in das Ärächsethal hinein, wo auch die alte Abtei liegt, die uu» seit Jahren zu Kirche, Pfarr- und Schulhaus der Gemeiude eingerichtet ist. In der Kirche befindet sich auch die berühmte Reliquie, der Arm des Apostels Simon. Ein anderer Theil des Ortes, meist aus ansehnlichen neueu Häusern gebildet, anch Snynerhütte genannt, geht in das Sannthal hinanf. Hier liegen auch die Maschinenfabrik des Herrn von Vleul und die mächtigen Werke der vormals königlichen Sanner Hütte, jetzt seit 1865 im Besitze des Herrn Krupp, des berühmteu Waffen- uud Gußstahl-Fabrikanten von Essen.
