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nur von weiblichen Personen, mit Henkel» versehen und Arabesken oder verschiedene Figuren darauf gemalt. Abermals der Luft ausgesetzt, wird das Geschirr völlig weiß getrocknet, mit Smalte bemalt und so zum Brennen fertig gemacht.

Die Oefen sind feste, große, oben halbrunde Behälter mit 10 bis 14 Zug- oder Salzlochern auf jeder Seite, die mit Holz geheizt werden. Die Pfeifen, welche in besondern Behältern, Muffeln, in den Ofen kommen, und die Weißwaaren, bleiben 36 Stunden im Ofen und bedürfen fünf bis sieben Klafter Holz. Die Krüge, von welchen man 15- bis 20,000 Stück kleine und 10- bis 12,000 Stück große zu einem Gebäcke nimmt, werden 40 bis 50 Stunden gebrannt, wozu neun bis zwölf Klafter Holz gebraucht werden. Wenn das Gebäck beinahe fertig ist, werden 2- bis 300 Pfund Salz in den Ofen geworfen, welche die Glafur geben. Es werden jährlich 5 bis 5^ Millionen Krüge gefertigt und sowohl an den verschiedenen Mineralbrunnenotten zur Füllung, so wie in den Nord­seehäfen für verschiedene Branntweine, besonders Genever, benutzt, der von da in alle Welt verfahren wird. Wenn Pfeifen verfer­tigt werden, so gibt man ihnen zuerst die äußere Gestalt, durchbohrt den Stiel mit einem Draht der Länge nach und höhlt mit einem runden Eisen den Kopf aus. Zum Trocknen legt man die Pfeifen auseinander und putzt alles Rauhe mit zwei glatten Achatsteinen ab. Eine Pfeife muß, ehe sie zum Brennen fertig ist, siebenzehn Mal in die Hände genommen werden und doch formt ein fleißiger Arbeiter in einem Tage an 1000 Stück fertig. Schwarze Pfei­fenköpfe werden zweimal gebrannt und das zweite mal mit Sägemehl gefüllt. Die Krugbäckerei wird vorzüglich in Mogendorf, Vaumbach, Ransbach, Hilgert, Hillfcheid, Würges und Arzbach betrieben, die Pfeifenbäckerei in Höhr und die Kannenbäckerei ganz besonders in Grenzhausen, wo man 35 Kannenbäckereien zählt; das ausge­dehnteste Geschäft besitzt Herr Wilhelm Blum II.*) In der nassauischen Gewerbe-Ausstellung 1863 wurden W. Menningen II., F.W. Merkelbach und W. Merkelbach aus Grenzhausen vrämiirt. Hier werden diese Kannen besonders für Süddeutschland angefertigt, aber auch die verschiedenartigsten anderen Gefäße für

*) Derselbe hat auch bei der Ausstellung zu Wiesbaden 1863 für ein großes Assortiment schöner und preiswürdiger Erdfarben die Preis»Medaille erhalten.