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Es ist unbeschreiblich, mit welchen Hindernissen der Bach im Verlaufe der Jahrtausende zu kämpfen hatte, um zu seinem Ziele, dem Rheine, zu gelangen. Zuerst hatte er das rheinische Schiefergebirge zu durchbrechen und als dies geschehen, stellten sich zu sehr verschiedenen Zeiten vier Lavasteine, der vom Sulzbusch, der vom Hochsimmer, der von den Bellenbergcn uud der von deu Wannenköpfen ihm in den Weg; dann muhte er uoch bei Plaidt die Tuffsteiuablagerung durchbohreu und endlich die mächtige Vims- steinüberschüttung durchbrechen. Der Bach hat sich aber dadurch auch eine Geschäftigkeit angewohnt, daß man ihn selbst in der Nähe seiner Mündung eiligst dahin fließen sieht, ohne die Ursache seiner Eile eigentlich ergründen zu könne». Endlich hat er den Rhein erreicht und legt hier zahlreiche vulkanische Gesteine nieder, die dem Sammler willkommen sind.
Wollen wir an der Nette uns näher umsehen, so treffen wir zunächst das Rittergut
Zur Nette
mit zahlreichen Oeconomiegebäuden, schönen Gartenanlagen und mit 550 Morgen Ländereien. Wahrscheinlich war es das Haus eines adeligeu Geschlechtes, das aber bald erlosch, worauf das Haus schon im 14. Jahrhundert au Kurköln kam. Walram, Erzbischof von Köln, verpfändete es 1334 au Ritter Dicdrich von Hadamar. 1381 wurde Diedrich von Grenzau und 1420 Johann Mayener, Probst zu Bonn, damit belehnt. Erzbischof Diedrich II. (Graf von Mies), verpfändete das Haus zur Nette im Jahre 1444 für 8400 Gulden an Friedrich Herrn von Runkel. Dieser, der Sohn der Anastasia zu Wied, erbte die Grafschaft Wied uud durch seine Tochter Iohannette kam das Pfand an den Grafen Gerhard III. von Sann - Wittgenstein. Letzterer überließ das Haus zur Nette mit dem Dorfe Miesenheim und allem Zubehör mit Genehmigung des kölnische» Erzbischofs Hermann IV. für 4000 oberländische Gulden an den Gerlach Hausmann von Namedv. Da dieser aber wegen Fälschnng gefangen saß, gab er schon 1507 die Pfandverschreibung dem Erzbischof zurück.
Erzbifchof Philipp II. (von Dann) verpfändete das Haus zur Nette für 5000 Goldgulden an die Ritter Weiher vou Nickenich, welche es 1546 für dieselbe Summe und mit Genehmigung
