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Hermanns V. (von Wied) au Gerhard von der Necke übertrugen. Von Letzterem lösete es Valentin (Graf von Isenburg) 1570 wieder ein, welcher viele Neubauten vornahm und das Gut ver» pachtete. Im Jahre 162? gab Ioh. Hammersteiu, ein Bürger von Andernach, eine jährliche Pacht von 50 Malter Roggen. Der tur- köluische Amtsverwalter Wilhelm Nuppenev zu Andernach erhielt 1673 das Haus zur Nette, welches ihm theilweise verpfändet war, in Erbpacht. Er vererbte es auf feiuen Schwiegerfohn Franz Wilhelm von Lintz, der es 1?62 einer Familie von Gindli testa­mentarisch vermachte. Deren Erben verkauften es 1?6? für 12000 Gulden und Uebernahme der darauf haftenden Schulden von 5580 Thalern an den kaiserlichen Hofrath Ioh. Theodor Adelhard Ritter von Wessel, der es aber dem kölnischen Domkavitel, welches das Pfandrecht geltend machte, überließ. Die französische Negierung Zog das Gut 1794 ein, von welcher es 1810 durch Versteigerung für 33,000 Franken an Florian Vianchi zu Neuwied kam. Im Jahre 1855 verkaufte» die Erben das Gut an die Herren von Noville und Stadler.

Eine kleine halbe Stunde weiter die Nette hinauf steht der Nettehammer, ehemals eine Besitzung der Abtei St. Thomas bei Andernach, welcher 1810 an Karl Nemy und Corsorten von Neuwied für 8835 Frcs. 80 Cent, verkauft wurde und damals 38 Menschen beschäftigte. Er ging später ein und ist jetzt Eigen- thum der Familie Vackhausen.

Eine viertel Stunde davon liegt an der Nette das freund­liche Dorf Miesen heim, wo schon 1138 die Abtei St. Thomas einen Hof besaß, der im Jahre 1810 von der französischen Do- Mäuenverwaltung für 42,100 Frauken, sowie der dortige Himme- Mher Hof um 50,100 Fr. veräußert wurde. Hier endet der von den Wannenköpfen geflossene Lavastrom und die Kirche steht »och auf einem von demselben gebildeten Hügel.

Eine kleine Strecke weiter entfaltet sich eins der reizendsten und überraschendsten Landschaftsbilder an der der Familie Schnei­der in Neuwied gehörigen Ranschenmühle. Die Nette hat hier auf einer Lauge von 200 Nutheu mit einem Gefälle von 47 var. Fuß einen Lavastrom durchbrochen und stürzt sich nun schäu­mend und brausend von einem Lauablock zum andern, bald darüber hinströmend, bald in Schaum sich auflösend und in hundert Was-