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serstrahlen zurückprallend. Die ganze sonst sehr unzugängliche Partie ist von freundlichen Anlagen umgeben, zwischen welchen die grauen Lavawände wild empor starren.
Plaidt.
Höchst interessant ist das bedeutende Dorf Plaidt mit seiner Tuffsteinproduction, durch welche der ganze Ort, schon von uralten Zeiten her, gänzlich unterwühlt ist. Dieser Tuff, ein sehr wichtiges Material für den Wasserbau, scheint durch einen mächtigen Schlammstrom entstanden zu sein, den ein nach Kruft und dem Lnacher See hin liegender Vulkan in ein tiefes Thal ergossen hat. Die Sohle des Tuffsteins (Duckstein heiht er hier) ist nn vielen Stellen bei 50 Fuh Tiefe noch nicht erreicht. Man unterscheidet verschiedene Lagen, Tuffasche, Tauch und Duckstein; zwischen beiden letzteren findet sich oft ein zwei Fuh mächtiges Lager eines fehr festen Tuffsteins, der Maucrbaud genannt und besonders zum Bauen benutzt wird. Das Feld nach Kretz und Kruft hinauf enthält eine große Anzahl von Tuffsteingruben und weit umher liegen ansehnliche Massen von brauchbarem uud abfälligem Gestein. Bimsstein überdeckt in starker Mächtigkeit den Tuffstein. Das häusig sich ansammelnde Wasser ist durch einen Stollen uou 230 Nutheu Lauge abgeführt, der einen Fall von c. L5 Fuß besitzt. Gleich oberhalb der Nauschenmühle, wo die Wasserfälle beginnen, ist das Stollcnmundloch, welches sehr reines, kaltes Wasser in die Nette führt.
In dem Tuff sind zahlreiche Pflanzenreste aus der Tertiar- periode enthalten, welche auf ein viel wärmeres Clima dieser Gegend deuten.
In Plaidt mündet der Krufter Bach in die Nette, der auch das Abflußwllsser des Laacher Sees mit sich führt.
Eine Kirche, vom Grunde bis zur Thurmspitze aus Lava erbaut und im Jahre 1860 beendigt, ist eine Zierde des Dorfes und der Umgegend.
Gleich westlich von dem Dorfe erhebt sich der bereits mehrfach erwähnte vulkanische Kegel des Plaidter Hummer ichs 039' a. H.). Der Berg ist znm grüßten Theil ganz kahl, mit Lava, Napill und Bimsstein bedeckt, wozwischen manche Pflanze» ein kümmerliches Dasein fristen. Die Nnndsicht, welche feine
