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Vefestigungskunst. Vor demselben verlief in früheren Zeiten an der Nheinfronte eine hohe Ningmaner niit alten, niedrigen Thoren, von welcher jetzt nur mehr Bruchstücke erhalten sind. Anch der 1554 erbaute Kmhuen ist zu erwähnen, mittelst dessen man schon seit Alters her die Mühlsteine verladet. Faßt man dies Alles mit den übrigen Neste» alter Bauten und den engen gewundenen Straßen zusammen ins Auge, so birgt Andernach sehr vielen Reiz für den Alterthumsfreuud uud nöthigt auch dem oberflächliche» Beschauer einige Blicke der Ueberraschung, einige Gedanken an geschwundene Zeiten ab. Andernach ragt geradezu unter den originellen Orten des ganzen Nheinstroms hervor und verdient eingehende Besichtigung.
Was die Erwerbszweige Andernachs anbelangt, so bringt die Nähe der vulkanischen Eifel den meisten Verdienst der Stadt zu; zumal ist sie der Stapelplatz zum Versand der Mühlsteine von Mendig und der anderweitigen Vearbeit.mgen dieser Steine, sowie auch wesentlich für den Traß aus deu benachbarten Orten. Jedoch zu der früheren Große konnte es bis jetzt Andernach nicht Mehr bringen.
Schließlich sei noch erwähnt, daß Andernach, eine Stadt von 3785 Einwohnern, ein Progvmnasium. Blech- und Lederfabrik besitzt und Wein- uud Obstbau treibt.
Sehr lohuend ist die Besteigung des Krahnenbergs, an dessen Fuß Andernach sich anlehnt. Ein steiler Weg führt uns Angesichts der Stadt hinauf. Aber den Mühen des Steigens lohnt eine überaus reiche Aussicht. Das Panorama vom Gipfel des Berges geHort mit zu den schönsten des Nheinstroms. Derselbe durchflieht, gleich einem silbernen Bande, die Landschaft. Stromaufwärts überblickt mau den Neuwieder-Theil des Beckens, als eine von landschaftlicher Schönheit strotzende Gegend. Lachende Fluren zn beiden Seiten des Rheines, mit hübschen Dörfern und Städten füllen den Blick, welcher begrenzt wird von den anmuthi- ge», mit alten Burgen (Sann, Vrauusburg) gezierten Höhen des Westerwaldes und Maifeldes. In weiterer Entfernung die stolze Festimg Ehrenbreitstein mit dem von Forts umgebenen Eoblenz, dessen Thürme von seiner Gegenwart allein Zeugnih geben. Nheinabwärts ein verengtes Thal, dessen Einfassung, von steilen
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