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Felsen gebildet, uns abermals auf vorspringenden Höhen Ruinen und Burgen (Hammerstein, Rheines) coulissenartig darbietet!

Niedtmendig.

Von Andernach führt uns ein Weg nach dem hinter der Stadt ansteigenden Plateau in zunächst rein südlicher Richtung, als ein Hohlweg durch die mächtigen Ablagerungsschichten des Lösses, welcher die Bimssteinlagen trägt. Man läßt zur linken Seite die frühere Abtei St. Thomas liegen, einst eine reiche und mächtige Stätte des Mönchsthums, jetzt eine Anstalt für un­heilbare Irre.

Auf der Südseite von Andernach, oberhalb St. Thomas, entspringt eine sehr starke Quelle, welche dicht bei ihrem Ursprung die Hacke und Siebergsmühle treibt und die Stadt Ander­nach mit Wasser versorgt.

Während das untere Ende des Hohlwegs die Höhe von 223 par. Fuß über dem Meere besitzt, befinden wir uns, nachdem wir das Plateau erreicht haben, auf einer absoluten Höhe von etwa 500 Fuß. Wir lassen zunächst das Dorf Eich, mit 535 Ein­wohnern, rechts in einiger Entfernung liegen und in kurzer Zeit auch das Dorf Nicken ich mit 970 Einwohnern. Beide Ort­schaften am Fuße der in südwestlicher Richtung hinziehenden vul­kanischen Höhen, deren auffallendes Profil man sehr fchön zu Neuwied vom Rheinufer aus betrachten kann.

Der an sich wenig Abwechselung bietende, auf dem Plateau in südwestlicher Richtung fortlaufende Weg führt uns nach etwa 2 Stunden zum Dorfe Niedermendig, etwa ^ Stunden west­lich von Kruft, 1 Stunde nordöstlich von Mayen. Nur eine sehr kurze Strecke weiter westlich liegt das Darf Obermendig. Beide fehr wohlhabende Ortschaften, jedes über 1300 Einwohner zählend. Durch die in ihrer Nähe befindlichen Mühlsteinbrüche haben sie großen Wohlstand erlangt und in gleichem Maaße Be­rühmtheit, denn die Mendiger Steine werden nach sehr weiten Gegenden, nach Nußland, England und Amerika versandt.

In hohem Grade interessant ist ein Besuch der Mühlstein- brüche, der mir an der Hand eines Braumeisters der vielen in