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Niedermendig befindlichen Bierbrauereien unternehmen wollen. Wegen der großen Kühle innerhalb der verlassenen Brüche werden dieselben nämlich von den Brauereien benutzt zum Abkühlen und Lagern des Bieres, welches dadurch einen besonderen Grad der Güte erhalt und sich große Beliebtheit erworben hat. Auf der nördlichen Seite der beiden Dörfer dehnt sich ein weites Feld aus, welches uns schon von Ferne durch seine Schlacken- und Vllsaltblöcke wie ein Trümmerfeld entgegenblickt. Kommt man naher und schreitet durch die in verschiedenster Größe ganz und zerbrochen daliegenden Mühlsteine fort, stets die Schachten und Gruben vorsichtig umgehend, so hat man einen Platz weltgeschicht­licher Industrie betreten. Uederall Arbeiter, welche bemüht sind, die Steine zu behaue», zu formen und fortzuschaffen. Für die Güte der Mühlsteine ist es Bedingung, daß sie keine Risse oder fremdartige Einschlüsse zeigen, sowie von bestimmter Festigkeit und Porosität sind. Die größten Steine messen 5 Fuß 3 Zoll im Durchmesser, 1? Zoll in der Dicke; die darauf folgende Sorte 4 Fuß 10 Zoll Durchmesser bei 16 Zoll Dicke, und so fort bis zu den kleinsten Steinen für Handmühlen. Man formt außer den Mühlsteinen auch gerade Steine für Treppenstufen, Thurm- und Fenstereinfassungen u. s. f. Steigen wir nun in eine der Gruben hinein, welche von den Bierbrauern in Besitz genommen sind, so Müssen wir uns zunächst durch einen schmalen und niedrigen, dunklen Gang winden, dessen Wände schlüpfrig feucht sind und unsere Kleider arg zu beschmutzen drohen. Der Gang geht sachte in die Tiefe, bis er endet und wir auf einer Leiter in ein großes Gewölbe herabsteigen, das von einer Seite einen schwachen Licht­schimmer empfängt und durch Bogengänge mit anderen Gewölben verbunden ist. Dem Lichtschimmer folgend, gelangen wir an einen der großen Schächte, die wir bereits fchon oben wahrgenommen haben. Durch diese schrotet man die Bierfässer aus und ein, welche in langen Reihen die Gewölbe füllen. Eine bemerkens- werthe Thatfache fällt uns hier in diesen unterirdischen Räumen auf, die große Kühle und die Gegenwart von Eis! Woher dies denn komme, hören mir fragen. Auffallend genug, da wir ge­wohnt siud, daß im Iunern der Erde eine mehr warme Tempe­ratur herrsche. Die Erklärung der auffallenden Eisbildung kann nur gegeben werden, wenn man bedenkt, wie porös das ganze