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stellte im 13. Jahrhundert den eingestürzten Graben wieder her. Als der See 1694 fast zugefroren war, maaß man ihn; sein Flächeumum betrug 1323 trier'sche Morgen; aber 1820 ergaben sich nach dem preußischen Kataster 1435 Morgen. Die Familie Delins legte den Abzugskanal im Jahre 1845 viel tiefer, wodurch abermals Land gewonnen wurde (gegen 300 Morgen). Noch jetzt fließt das Wasser ab und treibt sogar eine Mühle. Die grüßte Tiefe des See's, früher auf 214 Fuß bestimmt, beträgt jetzt 173 Fuß.
Das Seewasser ist klar und durchsichtig, sodaß man selbst in beträchtlichen Tiefen die auf dem Gruude befindlichen Wasserpflanze» erkennen kann. Außer dm Regengüssen fließen ihm zahlreiche Quellen zu. Er nährt gute Fische, namentlich Hechte, Barben und Schleyen, aber keine Karpfen. Obschon geschichtlich nachgewiesen, friert er sehr selten zu.
Die Ansichten über den Ursprung des See's sind früher allgemein die gewesen, daß er ein erloschener Krater sei. Zum ersten Male trat der Holländer van der Wv ck dieser Meinung entgegen und spricht es aus, daß das Seebecken vor aller Vulta- uität dagewesen sei. (1826.) Dieser Gelehrte (zugleich General) lebte lange zu Neuwied. Iu seinem Werke: „Die Entstehung und Ausbildung der Erde 1847" sagte Nöggerath, daß diese Seebil- duug, wie wir sie im Laacher See antreffen, sich in der vulkanischen Eifel in den fog. Maaren wiederhole, freilich in nicht fo auffallender Weise; daß aber auch trockene Becken existirten, welche nämlich zufälliger Weise tiefe Ginschnitte im Nandgebirge besitzen, z. V, der große Kessel von Wehr, 1 Stunde entfernt vom Laacher See. Es seien dies keine feuerspeiende Krater gewesen, sondern sog. Erhebungskrater, mit deren Bildung keine Lavaströme sich ergossen, wohl aber vulkanische Massen ausgeworfen worden feien. Wahre Vulkane mit Lauaergüssen hätten sich auf dem Walle des Erhcbungskraters gebildet. — Der gründlichste Kenner des Rheinlandes, Herr Oberhauptmann von Dechen, sowie G.Hartuug hegeu diese Ansicht nicht. Ersterer fchreibt mir in Briefen: „Ich halte den Laacher See nicht für einen Erhebungskrater, möchte aber doch die große Analogie, welche er mit den Eifelmaaren besitzt, hervorgehoben wissen. Die Maare sind gleichsam Minen-
