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trichter, Einstürze, welche auf eine Explosion folgen, und so möchte es auch wohl der Laacher See sei,,.
Merkwürdig ist es, daß der Laacher See noch jetzt der Cen- tralpnnkt von Erdbeben, der sog, Laacherfce-Erdbeben, ist, die sich von Zeit zu Zeit wiederholen und zu Coblenz und Bonn verspürt werden. So am 23. Februar 1828, am 17. Dezember 1834, vom 24. zum 25. Januar 1840, am 22. März 1841, am 13. October 1842, vom 28. zum 29. August 1801. (Das große Erdbeben vom 29. Juli 1846 gehört nicht hierhin.) Auch die Klosterchronik berichtet von ihnen, so am 3. October 1304 und im Jahre 1396.
Es kann nicht wohl anders treffen, alsdaß zahlreiche Sagen über den Laacher See im Munde des Volkes leben. Ein Ort, der in solchem Maße das menschliche Güinüth ergreift, mußte von je her großen Einfluß auf die Sprache desselben d. i. auf die Sagenwelt geäußert haben. So wird erzählt, daß viele Jahre, bevor noch die Abtei erbaut, in der Mitte des See's eine Felseninsel sich erhoben habe, auf der ein Kloster gestanden. Seine Mönche führten, dnrch den allmählig zunehmenden Neichthum verlockt, ein zuchtloses Leben, Die Strafe des Himmels hätte sie aber ereilt, indem eines Tages, gerade an einem Festtage, zur Mittagszeit, als die Mönche an sehr üppiger Tafel saßen, der Himmel sich verfinstert, der Sturm die Bäume entwurzelt und der See furchtbar um das Kloster getobt habe. Die Erde erzitterte, und Insel mit Kloster sank in die Tiefe des Wassers, worauf alsbald wieder heiteres Netter eingetreteu fei. Noch eine andere Sage geht im Volsmnnd. Als noch die Pfalzgrafeuburg der Abtei gegenüber am Secufer gestanden, habe ein Burggraf dort gewohnt, ein böfer Mann, der zumal den frommen Abt des Klosters unversöhnlich haßte und ihm auf mannigfache Weise nachstellte. Aber die Trene und Wachsamkeit der Mönche vereitelte die List, die starke Uaner des Klosters die Gewaltthaten des trafen. Endlich verfiel derselbe auf eine neue List; als gerade der See zugefroren gewefen, ließ er den Nbt zu sich bitten, ihm zu beichten, da er todttrank daniederliege. Der letztere fährt arglos in feinem Schlitten über die Eisfläche des Gewässers und will eben ans Ufer steigen, als ein treuer Diener ihm die List des Burggrafen enthüllt. Sofort umkehrend, wird jedoch der Abt vou dem Grafen
