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welche lauge im Gedächtniß des Touristen haften bleibt! Was den landschaftlichen Reiz noch bedeutend erhöht, ist die herrliche Flora des See's selber. Wir gleiten nämlich an Seerosen vorbei, deren prachtvolle weiße Blüthen uns von ferne entgegenlachen, wahrend sie gleichsam getragen scheinen von den großen, rund­lichen, schwimmenden Blattern. Haben wir das Ufer an der Nordseite erreicht, so führt uns ein kurzer steiler Pfad auf die niedrige Höhe, von wo man den Fahrweg sofort erreicht. Hier ist abermals eine höchst geeignete Stelle zum Ueberschauen der ge­summten Seelandschaft, für uns gewissermaßen ein Abschiedsblick von ihrer romantische» Natur, denn, kaum daß wir uns gewendet und den Fahrweg nach Nassen ach eingeschlagen, empfangt uns wieder der Character, wie ihn das rheinifche Schiefergebirge über­haupt trägt. Hier erblickt man, nach Norden gewendet, in blauer Ferne die Gruppen des Siebengebirges.

-In kurzer Weile haben wir Wessen ach erreicht, ei» an­sehnliches Dorf mit 462 Einwohnern, V; Stunde nördlich vom Laacher See; in demselben befindet sich das alte Burghaus des Rittergeschlechts der Kolbe von Wassenach, jetzt ein Gasthaus.

Verfolgt man die Straße thalwärts in nördlicher Richtung, sich an den: Bach haltend, fo gelangt man nach kaum einer hal­ben Stunde zu den Ruinen des Klosters T ö n nissteins, welche auf einer mächtigen, senkrecht abgegrabenen Tuffsteinwand liegen. Dicht umgeben von steilen Berggehängen bieten sie uns ein interessantes und überraschendes Bild. Etwas weiter thal- abwärts gelangen wir nach Tünnisstei», welches allein aus den Ruinen eines ehemalige», churköluifchen Schlosses, den Brun­nen- und einigen Wirtschaftsgebäuden, sowie einer Mühle besteht.

Tönnis st ein er Mineralquelle. Der Brunne», bereits seit 1556 in der medicüiifchen Welt bekannt, zeichnet sich durch vorzügliche Heilkräfte aus. Ein klares Wasser, mit kohlensaurem Eisenoxydul (0,06 pro Mille), wird es zumal gegen Hämorrhoiden, Bleichsucht, Hysterie, Stein und Gries mit Erfolg augewendet. Mit Wein und Zucker liefert es, wie alle Kohlenfäuerlinge, ein schäumendes Getränk. Tönnissteiu versendet von diesem Wasser jährlich an 60,000 Krüge.

Die Schloßruinen in Tönnisstein stammen her von dem, durch Clemens Joseph, einem der letzten Kölner Churfürsten, be-