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gonnenen Schloßbaue. Er starb 1761 über demselben, ohne ihn zu vollende». Nur das Ballhaus, jetzt eine Ruine auf dem ersten Vorsprung im Thale, das Brunnengebäude und die Kapelle wurden aufgeführt. Letztere ist nicht mehr vorhanden. Der Brunnen entspringt in einem tief liegenden, viereckigen Hofe, in dem man auf einigen Stufen ins Bassin hinabsteigt. Letzteres ist 4" lang, 3^ breit und 7" tief. Es kann sich in 2 Stunden wieder füllen. Die Quelle ist mit einem Kuppeldachs überwölbt, das nach vorn auf vier toskanischen Säulen, nach hinten auf einer Mauer ruht. Dem Brunnen gegenüber befindet sich die Trinkhalle.
Das Kloster Tönnisstein soll seine Entstehung einem Wunder verdanken, welches die Einwohner des benachbarten Ortes Kell zur Nachtzeit wahrnahmen. Ein beherzter Bursche trat hinzu und fand das noch heute in der Klosterkirche aufbewahrte Staudbild der Mutter Jesu, wie sie den verblichenen Sohn auf dem Schooße halt, und vor ihr den heiligen Einsiedler Antonius auf den Knieen betend. Man brachte das Bild in die Pfarrkirche von Kell, fand es anderen Tages aber dort nicht mehr. Dies wiederholte sich mehrmals; jedesmal war das Bild au seinen ersten Ort zurückgekehrt. Nun wurde 1390 eine Kapelle zum Gedächtnis; des h. Antonins, auf der Höhe gebaut. Diese genügte aber später dem Volkszudrange nicht mehr und der Karmeliterorden setzte 1465 an deren Stelle eine Kirche, und zur Seite ein Kloster. Vollendet wnrde letzteres 1494. Er erhielt von den Erzbischöfen von Köln reiche Schenkungen, wurde aber 1802 von den Franzosen aufgehoben.
Da« Drohlthal.
Mit Tönnisstein tritt man in das eigentliche, Vrohlthal ein. Der Vrohlbach kommt nämlich in östlicher Richtung und nimmt von Tönnisstein ab eine nordöstliche an. Der Bach entspringt in der Nähe der Ruine Olbrück, flieht an den Dörfern Ober- und Niederzissen vorbei, (letzteres am Fuße des Bauseubergs, eines der schönsten der rheinischen erloschenen Vulkane) und erreicht dann in einer Stunde Vurgbrohl, ein ansehnliches Dorf von mehr als
