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ben thcitig, nach Kräften dem Elende zu steuern. Allen voran leuchtete als Vorbild der Fürst Wilhelm zu Wied, welcher mit persönlicher Hingabe und seltenem Mute überall da er­schien, wo es galt, Unglückliche aus ihrer gefahrvollen Lage zu erretten, unablässig bemüht, durch reichliche Spenden an Lebens­mitteln und dgl. die Not zu lindern.

1888. Die schweren Schicksalsschläge, welche das gelieble Herrscherhans, da« preußische Volt und mit ihm das ganze deutsche Reich durch das Hinscheiden zweier Kaiser und gepriese­ner, auscrwählter Helden in diesem Jahre heimgesucht haben, sind auch hier von der ganzen Bevölkerung schmerzlich empfun­den worden. Die Beteiligung bei den öffentlichen Totenfeiern war eine allgemeine und tief ernste. Aber mit Vertrauen und Zuversicht ruht des Vaterlandes Blick auf dem jungen Kaiser Wilhelm II. Mögen seine unausgesetzten Bemühungen für die Wohlfahrt des Voltes und zur Befestigung des Friedens von bestem, steten Erfolge gekrönt sein.

V, Dit KirchtN' und Schulverhiiltniffe.

Die kirchlichen Verhältnisse Neuwieds wäre» vor 20 Jahren so geordnet, daß eine ältere und eine jüngere evang. Gemeinde, (früher reformierte uud lutherische,) die Brüdergemeine, dieMeu- noniten-, die katholische lind die israelitische Gemeinde bestand. Daneben fanden sich noch Freireligiöse und Dissidenten.

Die freireligiöse Gemeinschaft hat sich aufgelöst, ihre Mit» glieder sind großenteils gestorben und aus dem Versammlungs­lokal ist ein Wirtshaussaal geworden.

Die katholische Gemeinde empfindet je länger desto mehr die Unzureichlichkeit ihres Gotteshauses. Darum hat sie auch in der verlängerten Marktstraße von dem ehemaligen v. Pelcke'schen Garten ein Grundstück zu einem Neubau erworben und sammelt eifrig an einem ausreichenden Baukapital.

Die Brüdergemeine, zuerst hier aufgetreten am 16. Oktober 1750, feierte am 16. Oktober 1885 ihr Kirchweihjubelfest, dae5«n diesem Tage gerade hundert Jahre waren, seit ihre Kirche, ihr