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Gemeindesaal, eingeweiht worden ist: 16. Oktober 1785. Im all­gemeinen verlief das kirchliche Leben dieser Gemeine in ruhigem Geleise. Wie sie sich jedoch durch Errichtung mehrerer, die Stadt zierenden Gebäude hervorgethan hat, ist schon oben erwähnt worden.

Die beiden evangelischen Gemeinden (Siehe oben Satz I) gingen als gesonderte Parochien, doch einig in Glaubens- und Lehrsätzen, neben einander hin. Da traf am 24. Oktbr. 1876 die jüngere Gemeinde das schwere Unglück, daß ihre schöne Kirche vollständig ab- und ausbrannte, so daß nur die kahlen, schwar­zen Mauern stehen blieben. Die ältere Gemeinde räumte sofort der hartbetroffenen Schwestergemeinde ihr Gotteshaus am Markt­platz zur abwechselnden Mitbenutzung ein. Zugleich wurde auch der Gedanke laut, die in den Jahren 181719 lebhaft be­triebene, aber aus verschiedeuen Gründen unausgeführt ge- bliebene Parochial-Union beider Gemeinde» wieder ins Leben zu rufen, Die Mehrzahl der Presbyter beider Gemeinden war für die Vereinigung, und auch die obere kirchliche Vehürdc trat mit voller Sympathie und Ermutigung für diesen Gedanken ein. Nur ein kleiner Kreis Unzufriedener setzte eine lebhafte Agitation dagegen ins Werk, jedoch fruchtlos. So kam denn zwischen beiden Presbylcrien die Vereinigungs-llrkuude zustande, welche von der größern Gemeinde-Vertretung, der hohen und höchsten kirchlichen Vehörde genehmigt worden ist, und die Grundlage des jetzigen Gemeinwesens bildet. Am Sonntag den 3. März 1878 fand der erste Gottesdienst der vereinigten Gemeinden im Kir­chensaal der Brüdergemeine statt. Hier hielt Herr Gen.-Suvdt. Nieden die Festrede über Ephes. 1 Vers 3, und es wurde das neu erwählte Presbyterium in sein Amt eingeführt. Die ältere Gemeinde hatte schon seit einer Reihe von Jahren ein ansehn­liches Vaukapital gesammelt. Dieses, samt den Vrandentschädi- gungsgeldern der jüngeren Gemeinde, bildete den Vaukapitalstock, zu welchem namhafte Geschenke und Vermächtnisse, Erträgnisse von Sammlungen u. a. ergänzend hinzukamen.

Nachdem der Beschluß gefaßt worden war, mit den vor­handenen Mitteln den Neubau einer Kirche zu beginnen, schloß man mit dem Architekten Aug. Hartel den Vauuertrag ab, an die Stelle der Kirche am Markt die neue Kirche zu setzen. Nun